Fördermöglichkeiten für Ihre berufliche Weiterbildung

Es gibt viele Möglichkeiten Ihre Weiterbildung oder Aufstiegsfortbildung finanziell fördern zu lassen. Wir möchten Ihnen hier einige Förderungen für Weiterbildungen vorstellen. 

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - Aufstiegs-BAföG

Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) - das sogenannte "Aufstiegs-BAföG" - unterstützt finanziell Ihre berufliche Fort- und Weiterbildung. Gefördert werden Aufstiegsfortbildungen, die sowohl in Vollzeit wie auch in Teilzeit absolviert werden können. Die Förderung erfolgt für Maßnahmen mit einer Lehrgangs- und Prüfungsgebühr bis zu einem Höchstbetrag von 15.000,00 EUR und beinhaltet einen Zuschuss von 40 % sowie einen zinsgünstigen Darlehensanteil.

Der Darlehensanteil ist während der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit zins- und tilgungsfrei.

Bei erfolgreichem Bestehen der Prüfung erhalten Sie auf Antrag und gegen Vorlage des Prüfungszeugnisses einen Erlass von 40 % auf das zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordene Darlehen für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.aufstiegs-bafoeg.de

Bildungsgutschein über Agentur für Arbeit / Jobcenter

Bildungsgutschein über Agentur für Arbeit / Jobcenter

Nach § 81 Absatz 1 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) können Arbeitnehmer bei beruflicher Weiterbildung durch Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden, wenn

  • die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, eine ihnen drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder weil bei ihnen wegen fehlenden Berufsabschlusses die Notwendigkeit der Weiterbildung anerkannt ist,
  • vor Beginn der Teilnahme eine Beratung durch die Agentur für Arbeit oder bei festgestellter Bedürftigkeit durch das Jobcenter erfolgt ist.

Wird eine Förderung bewilligt, erhalten Sie einen Bildungsgutschein für den Besuch einer unserer anerkannten Bildungsmaßnahmen.

Weitere Informationen erhalten Sie im Merkblatt 6 "Förderung der beruflichen Weiterbildung" der Agentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB6-Foerd-der-berufl-Weiterbildung-f-AN.pdf

Weiterbildung von Beschäftigten - Programm WeGebAU

Weiterbildung von Beschäftigten - Programm WeGebAU

Das Programm WeGebAU setzt sich aus 3 Fördersäulen zusammen, die auf unterschiedliche Arbeitnehmergruppen ausgerichtet sind und sich teilweise in den Fördermodalitäten unterscheiden:

Säule 1: Qualifizierung von Beschäftigten in KMU-Betrieben mit weniger als 250 Arbeitnehmern

  • Bei einer Förderung aus Säule 1 werden den Arbeitnehmern die Lehrgangskosten teilweise erstattet sowie notwendige übrige Weiterbildungskosten wie z. B. Fahrtkosten bezuschusst.
  • Bei Beschäftigten, die das 45. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen der Arbeitgeber mindestens 50 % der Lehrgangskosten tragen.
  • Die Weiterbildungen müssen außerhalb des Betriebes durchgeführt werden und über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen.

Säule 2: Abschlussbezogene Weiterbildungen geringqualifizierter Beschäftigter

  • Bei einer Förderung aus Säule 2 werden Personen ohne Berufsabschluss oder mit Berufsabschluss, wenn sie seit mindestens vier Jahren eine an- und ungelernte Tätigkeit verrichten und ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können, gefördert.
  • Den Arbeitnehmern werden die Lehrgangskosten und ein Zuschuss zu den notwendigen übrigen Weiterbildungskosten wie z. B. Fahrtkosten erstattet.
  • Betriebe können einen Arbeitsentgeltzuschuss erhalten sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen.

Säule 3: Abschlussorientierte berufsqualifizierende Ausbildung

  • Zielgruppe der Säule 3 sind wie in Säule 2 gering qualifizierte Arbeitnehmer.
  • Gefördert werden berufsabschlussfähige Teilqualifizierungen, welche mittelbar zu einem anerkannten Berufsabschluss führen.
  • Den Arbeitnehmern werden die Lehrgangskosten und ein Zuschuss zu den notwendigen übrigen Weiterbildungskosten wie z. B. Fahrtkosten erstattet.
  • Betriebe können einen Arbeitsentgeltzuschuss erhalten sowie eine Pauschale zu den Sozialversicherungsbeiträgen.

Quelle:
www.arbeitsagentur.de

Staatliche Bildungsprämie - Prämiengutschein

Staatliche Bildungsprämie - Prämiengutschein

Für berufliche Weiterbildungen, deren durch Rechnung nachgewiesene Veranstaltungs-gebühren maximal 1.000,00 EUR betragen, übernimmt der Bund mit dem Prämiengutschein 50 % dieser Gebühren.

Einen Prämiengutschein können Sie erhalten, wenn Sie mindestens 25 Jahre alt und mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind. Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen darf 20.000,00 EUR (oder 40.000,00 EUR bei gemeinsam Veranlagten) nicht übersteigen.

Ob die von Ihnen ausgewählte Maßnahme unter die Förderfähigkeit fällt, erfahren Sie unter der kostenlosen Servicehotline: 0800 2623 000 oder in einem persönlichen Gespräch in Ihrer Bildungsprämienberatungsstelle.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.bildungspraemie.info

Weiterbildungsscheck - individuell

Weiterbildungsscheck - individuell

Mit dem Weiterbildungsscheck -individuell - können Sie sich Vorhaben der beruflichen Weiterbildung (nicht freizeitorientiert) bei einem externen Bildungsträger fördern lassen.

Antragsberechtigt sind:

  • Arbeitnehmer und Beschäftigte mit Hauptwohnsitz in Sachsen und einem durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen von 2.500,00 EUR (Die förderfähigen Kosten der Weiterbildung müssen mind. 1.000,00 EUR betragen.)
  • Auszubildende, Berufsfachschüler (ab vollendetem 18. Lebensjahr), geringfügig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 SGBVI mit einem Arbeitsentgelt bis maximal 450,00 EUR (Die förderfähigen Kosten der Weiterbildung müssen mind. 300,00 EUR betragen.)
  • andere Personengruppen, die (wieder) in das Erwerbsleben eintreten wollen, z. B. arbeitslose Nichtleistungsempfänger (Die förderfähigen Kosten der Weiterbildung müssen mind. 300,00 EUR betragen.)

Antragsteller mit mehr als 2.500,00 EUR bis 4.000,00 EUR Gesamtbruttoeinkommen im Monat werden nur gefördert, wenn sie in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen, Leiharbeiter sind oder die Weiterbildung dem Erwerb des ersten akademischen Abschlusses dient.

Förderhöhe - Arbeitnehmern/Beschäftigten

  • 70% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben (gilt nicht für Personen mit Hauptwohnsitz im Landesdirektionsbezirk Leipzig und im ehemaligen Landkreis Döbeln)
  • 50% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für Personen mit Hauptwohnsitz im Landesdirektionsbezirk Leipzig und im ehemaligen Landkreis Döbeln
  • 50% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für Personen mit mehr als 2.500,00 EUR bis 4.000,00 EUR Gesamtbruttoeinkommen im Monat

Förderhöhe - Auszubildende, Berufsfachschüler, geringfügig Beschäftigte und Nichtleistungsempfänger

  • 80% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben

Konkrete Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank: www.sab.sachsen.de

Weiterbildungsscheck - betrieblich

Weiterbildungsscheck - betrieblich

Mit dem Weiterbildungsscheck - betrieblich - werden Vorhaben der betrieblichen Weiterbildung mit folgenden Zielstellungen gefördert:

  • Qualifizierung im Zusammenhang mit der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Erschließung neuer Märkte
  • Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit sowie Höherqualifizierung von Arbeitskräften
  • Anpassung der Arbeitgeber an neue Herausforderungen
  • Vorbereitung der Unternehmensnachfolge
  • vertiefende bzw. ergänzende Bildungsangebote für Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung
  • Qualifizierungen zur Verbesserung des Umwelt- und Ressourcenschutzes im Arbeitsprozess

Antragsberechtigt sind:

  • Arbeitgeber (natürliche bzw. juristische Personen oder Personenvereinigungen des privaten Rechts) und Selbstständige mit Sitz oder Niederlassung im Freistaat Sachsen
  • Kleinstunternehmen oder kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Zielgruppe:

  • Unternehmer bzw. Selbstständige, Beschäftigte, Auszubildende
  • Werkstudenten, dual Studierende, Praktikanten
  • in begründeten Fällen Arbeitslose und Personen, die wieder ins Erwerbsleben eintreten wollen

Zuwendungsvoraussetzungen:

  • Die Teilnehmenden haben ihren Hauptwohnsitz oder Arbeits- bzw. Ausbildungsort im Freistaat Sachsen.
  • Die Weiterbildung wird durch einen externen Bildungsanbieter durchgeführt.
  • Die Gesamtkosten der Weiterbildung betragen mindestens 700,00 EUR, bei ausschließlich Auszubildenden mindestens 430,00 EUR.
  • Die Umsatzsteuer ist nicht förderfähig.
  • Eine verbindliche Anmeldung oder der Abschluss der Weiterbildungsvertrages darf erst nach Antragseingang bei der SAB erfolgen.
  • Die tatsächliche Durchführung der Maßnahme darf erst nach Erhalt des Zuwendungsbescheides begonnen werden.
  • Die Auswahl der Weiterbildung erfolgt nach den Kriterien der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. (Es sind mindestens 3 Vergleichsangebote einzuholen.)

Förderhöhe:

  • 50 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben
  • 70 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben für Geringqualifizierte ohne Berufsabschluss, Auszubildende sowie Beschäftigte ab 50 Jahren, die auf die Übernahme neuer beruflicher Aufgaben vorbereitet werden. Ein erhöhter Fördersatz von 70 % wird nur ausgereicht, wenn alle Teilnehmer der Weiterbildungsmaßnahme des Antragstellers dieser Zielgruppe angehören. Mehrere Anträge eines Antragstellers für die gleiche Weiterbildungsmaßnahme werden zusammengefasst und mit dem niedrigerem Fördersatz berücksichtigt.

Konkrete Informationen entnehmen Sie bitte der Internetseite der Sächsischen Aufbaubank: www.sab.sachsen.de

Deutsche Rentenversicherung / Berufsgenossenschaften

Deutsche Rentenversicherung / Berufsgenossenschaften

Die Deutsche Rentenversicherung finanziert Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation oder zur Berufsförderung. Der Fachbegriff dafür lautet „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“. Diese Leistungen sollen Ihren Arbeitsplatz möglichst erhalten oder Ihnen neue Berufschancen eröffnen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.deutsche-rentenversicherung.de

BFD - Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

BFD - Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Der BFD unterstützt Soldaten und Soldatinnen bei der Orientierung, Planung und finanziellen Förderung Ihrer zivilberuflichen Qualifizierung bis hin zur Eingliederung auf einen Arbeitsplatz. Schon während der Dienstzeit haben Soldaten die Möglichkeit, Schulungen zu besuchen, um sich für das Leben nach der Bundeswehr vorzubereiten.

Der BFD fördert Maßnahmen bis zu 100%. Interessenten können bundesweit Beratungen in den zuständigen Karrierecentern des BFD in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.personal.bundeswehr.de